Sucht bei Jugendlichen: Das Gefühl der Unsichtbarkeit als unbekannter Auslöser
Was, wenn das eigentliche Motiv für Sucht bei Jugendlichen das Gefühl ist, unsichtbar zu sein? Wir schauen uns eine Studie an, die alles verändert.
Einleitung: Wenn Sucht eine Leere offenbart
Man hört oft von Süchten bei Jugendlichen: Bildschirme, Substanzen, Games… Doch hinter diesen manchmal auffälligen Verhaltensweisen steckt ein stiller Mechanismus, über den kaum gesprochen wird. Hattest du schon mal das Gefühl, für andere nicht zu existieren, selbst wenn du nicht allein bist? Dieses Gefühl, das die Forschung „Gefühl der Abwesenheit“ nennt, könnte ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis sein. Eine aktuelle Studie, vorgestellt von PsyPost – Psychology News, zeigt: Das Gefühl, nicht gesehen oder anerkannt zu werden, spielt eine entscheidende Rolle für die Suchtanfälligkeit junger
Das „Gefühl der Abwesenheit“: Was steckt wirklich dahinter?
Das „Gefühl der Abwesenheit“ ist dieses anhaltende Empfinden, durchsichtig zu sein – den Alltag zu durchleben, ohne wirklich wahrgenommen oder verstanden zu werden. Es ist nicht nur Einsamkeit oder ein vorübergehender Mangel an Aufmerksamkeit: Es ist ein tiefes emotionales Erleben, das manchmal schon lange besteht. Die Studie von PsyPost rückt dieses noch wenig erforschte Phänomen ins Licht und zeigt: Es kann auch in Familien oder Freundeskreisen auftreten, die als „präsent“ und „liebevoll“ gelten. - Dieses Gefühl kann jeden treffen, unabhängig vom sozialen oder familiären Hintergrund. - Es i
Warum begünstigt dieses Gefühl süchtiges Verhalten?
Forscher sagen: Sucht bei manchen Jugendlichen ist nicht nur Neugier oder äußerer Einfluss. Suchtverhalten kann auch der Versuch sein, eine innere Leere zu füllen, etwas Intensives zu spüren oder einfach anders zu existieren. Wenn du dich unsichtbar fühlst, werden die Gefühle durch bestimmte Verhaltensweisen (endloses Scrollen, zwanghaftes Essen, Substanzen…) zu einem Anker oder temporären Zufluchtsort. - Sucht bietet einen sofortigen Ausweg aus dem Gefühl der Leere. - Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Aktivität, die vom emotionalen Schmerz ablenkt. - Je stärker das Gefühl der Abwesenheit
Familie, Freunde, Schule: Warum das soziale Umfeld nicht immer reicht
Man denkt oft, ein liebevolles Umfeld schützt vor allen Schwächen. Doch die Realität ist komplexer. Die Studie von PsyPost betont: Auch Jugendliche in stabilen, unterstützenden Umgebungen können das berühmte „Gefühl der Abwesenheit“ erleben. - Es reicht nicht, umgeben zu sein – man muss sich wirklich gesehen und anerkannt fühlen. - Oberflächliche Gespräche oder unausgesprochene Dinge verstärken manchmal das Gefühl der Unsichtbarkeit. - Diese stille Kluft kann in der Pubertät größer werden – einer Zeit der Veränderung und Identitätssuche. Deshalb ist es wichtig, hinter die Fassade zu schauen
Was die Wissenschaft sagt: Eine neue Skala für das Unsichtbare
Ein großer Fortschritt der von PsyPost zitierten Studie ist die Entwicklung einer speziellen psychologischen Skala, um das „Gefühl der Abwesenheit“ zu messen. Durch die Beobachtung von Jugendlichen aus verschiedenen Umfeldern konnten Forscher einen klaren Zusammenhang zwischen einem hohen Wert auf dieser Skala und süchtigem Verhalten feststellen. - Diese Skala macht ein oft verschwiegenes oder unverstandenes Gefühl messbar. - Die Ergebnisse zeigen: Je stärker das Unsichtbarkeitsgefühl, desto höher das Suchtrisiko. - Das heißt nicht, dass alle Jugendlichen mit diesem Gefühl süchtig werden – ab
Wie erkennst du dieses Gefühl (bei dir oder anderen)?
Das Gefühl der Unsichtbarkeit ist oft schwer zu beschreiben, selbst für die Betroffenen. Trotzdem gibt es Anzeichen, die dich aufmerksam machen können: - Du hast oft das Gefühl, dass deine Gefühle oder Bedürfnisse übersehen werden. - Du hast den Eindruck, nie ganz verstanden zu werden, selbst unter Freunden oder in der Familie. - Du flüchtest dich in wiederholte Gewohnheiten oder einsame Aktivitäten, um ein diffuses Unwohlsein zu lindern. - Du bemerkst bei jemandem in deinem Umfeld eine Tendenz zum Rückzug oder zu zwanghaften Verhaltensweisen. Diese Zeichen zu erkennen, öffnet schon einen Ra
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